🗃️ phpMyAdmin nutzen

Datenbanken verwalten – einfach, visuell, sicher

🎯 1. Was ist phpMyAdmin?

phpMyAdmin ist ein webbasiertes Tool, mit dem du MariaDB-Datenbanken ohne Kommandozeile verwalten kannst.

Du kannst damit:

💡 Merke: phpMyAdmin läuft nur lokal – niemals im Internet freigeben!

🔓 2. phpMyAdmin aufrufen

Stelle sicher, dass in XAMPP Apache und MySQL laufen.

Öffne dann im Browser:

http://localhost/phpmyadmin

Du siehst eine Übersicht aller Datenbanken – meistens nur information_schema und mysql.

🆕 3. Neue Datenbank anlegen

Klicke oben links auf den Reiter „Datenbanken“.

  1. Im Feld „Datenbankname“ gib einen Namen ein, z. B.:
    kontakt_db
  2. Wähle als Kollation:
    utf8mb4_unicode_ci ⬅️ (sehr wichtig!)
  3. Klicke auf „Datenbank erstellen“
⚠️ Achtung: - Keine Leerzeichen oder Sonderzeichen im Namen!
- utf8mb4_unicode_ci sorgt dafür, dass Umlaute, Emojis und Sonderzeichen korrekt gespeichert werden.

📋 4. Tabelle erstellen

Nach dem Anlegen der Datenbank wirst du automatisch weitergeleitet.

  1. Gib einen Tabellennamen ein, z. B.:
    kontakte
  2. Anzahl der Spalten: 4
  3. Klicke auf „Ausführen“

🧱 5. Spalten definieren

Jetzt legst du fest, welche Daten in der Tabelle gespeichert werden.

Beispiel für eine Kontakt-Tabelle:

Name Typ Länge/Werte Attribut A_I Bemerkung
id INT 11 ✔️ Primärschlüssel, automatisch hochzählend
name VARCHAR 100 Name des Absenders
email VARCHAR 150 E-Mail-Adresse
nachricht TEXT Inhalt der Nachricht

⚙️ Einstellungen am Ende:

✅ 6. Testeintrag hinzufügen

Klicke in der linken Seitenleiste auf deine Tabelle (kontakte).

Dann klicke oben auf „Einfügen“ und fülle das Formular aus:

Klicke auf „OK“ – der Eintrag wird gespeichert.

Unter „Durchsuchen“ siehst du alle Einträge.

🔐 7. Sicherheitshinweis: Benutzerrechte

In der Schule arbeitest du mit dem Standard-Benutzer root (Passwort: leer).

⚠️ Aber: In echten Projekten darfst du niemals den root-Benutzer verwenden!

Stattdessen erstellst du einen eigenen Benutzer mit eingeschränkten Rechten – das lernst du später.

🌐 8. Ausblick: WordPress

Später im Schuljahr wirst du vielleicht WordPress kennenlernen – ein beliebtes CMS (Content Management System), das auf PHP und MariaDB basiert.

WordPress benötigt ebenfalls eine Datenbank – aber du musst sie meist nicht manuell anlegen. Der WordPress-Installationsassistent erstellt die Tabellen automatisch.

Dennoch: Das Wissen aus diesem Kapitel hilft dir, die WordPress-Datenbank später zu verstehen, zu sichern oder bei Fehlern zu reparieren.

Hinweis: Wenn wir WordPress behandeln, gibt es eine eigene Anleitung unter „📁 DB & Server → WordPress einrichten“.

➡️ Nächster Schritt: PHP verbinden

Sobald deine Datenbank steht, kannst du sie mit PHP verbinden.

🔧 → Weiter zu „PHP Grundlagen“

Dort lernst du, wie du:

- Eine Verbindung herstellst
- Formulardaten sicher speicherst
- Einträge aus der Datenbank abrufst

🎓 Deine erste Datenbank ist jetzt bereit!

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