🌐 WordPress
Das meistgenutzte CMS der Welt – auf PHP und MariaDB aufgebaut
🎯 1. Was ist ein CMS?
CMS steht für Content Management System. Es ist eine Software, mit der du Webseiten ohne Programmierkenntnisse verwalten kannst.
Mit einem CMS kannst du:
- Blog-Artikel schreiben
- Bilder hochladen
- Menüs bearbeiten
- Benutzer verwalten
Alles wird in einer Datenbank gespeichert – nicht in HTML-Dateien.
🐘 2. Was ist WordPress?
WordPress ist das beliebteste CMS der Welt – es läuft auf über 43 % aller Webseiten.
Es ist:
- Kostenlos und Open Source
- Auf PHP und MariaDB aufgebaut
- Einfach zu installieren und zu bedienen
- Durch Plugins und Themes erweiterbar
Bekannte Nutzer: Zeit Online, Sony Music, Microsoft-Blogs.
🔗 3. Wie hängt WordPress mit PHP und der Datenbank zusammen?
WordPress besteht aus drei Teilen:
- PHP-Dateien: Enthalten die Logik (z. B. „Zeige Blog-Artikel“)
- MariaDB-Datenbank: Speichert alle Inhalte (Artikel, Kommentare, Benutzer)
- Webserver (Apache): Liefert die Seiten an den Browser
Wenn du eine WordPress-Seite aufrufst:
- Der Browser fragt den Server nach
/index.php - PHP liest die angeforderten Daten aus der MariaDB
- PHP baut eine HTML-Seite und sendet sie zurück
🛠️ 4. WordPress lokal mit XAMPP testen (Ausblick)
Am Ende des Schuljahres kannst du WordPress lokal testen:
- Lade WordPress von wordpress.org
- Entpacke die Dateien in
C:\xampp\htdocs\wordpress\ - Erstelle in phpMyAdmin eine leere Datenbank
wordpress(Kollation:utf8mb4_unicode_ci) - Rufe http://localhost/wordpress auf
- Folge dem Installationsassistenten
- Niemals im Internet freigeben – ohne HTTPS, Passwörter und Updates unsicher!
💡 5. Warum lernen wir WordPress?
WordPress zeigt dir:
- Wie reale Webprojekte aufgebaut sind
- Warum PHP und MariaDB auch heute noch wichtig sind
- Wie man bestehende Systeme sicher konfiguriert
Du wirst später vielleicht nie WordPress programmieren – aber du wirst verstehen, wie Millionen von Webseiten funktionieren.
🎨 6. Themes, Templates und Gestaltung
WordPress verwendet Themes, um das Aussehen deiner Website zu bestimmen:
- Theme: Definiert Layout, Farben, Schriftarten und grundlegende Funktionen
- Template: Bestimmte Dateien, die definieren, wie verschiedene Seiten aussehen (Startseite, Artikel, Kategorien)
- Child Theme: Sichert deine Anpassungen vor Theme-Updates
Beliebte Themes wie OceanWP bieten:
- Optimierte Ladegeschwindigkeit
- SEO-freundliche Struktur
- Responsive Design (passt sich Mobilgeräten an)
- Integrierte Kompatibilität mit Page Buildern
🧩 7. Widgets und Plugins
WordPress lässt sich durch Plugins erweitern:
- Widgets: Kleine Funktionseinheiten (z. B. Kalender, neueste Artikel)
- Plugins: Fügen neue Funktionen hinzu (z. B. Kontaktformulare, SEO-Optimierung)
- Page Builder: Ermöglichen visuelles Design (z. B. Elementor, Gutenberg)
Wichtige Plugins für Einsteiger:
- Yoast SEO: Optimiert deine Seiten für Suchmaschinen
- Contact Form 7: Ermöglicht benutzerdefinierte Kontaktformulare
- UpdraftPlus: Erstellt automatische Backups deiner Website
✍️ 8. Gutenberg Editor
Seit 2018 verwendet WordPress den Gutenberg Block-Editor:
- Block-basiert: Jeder Inhalt (Text, Bild, Video) ist ein eigener Block
- Visuell: Du kannst deine Inhalte direkt sehen und bearbeiten
- Flexibel: Blöcke können verschoben, kopiert und angepasst werden
- Erweiterbar: Neue Blöcke können durch Themes und Plugins hinzugefügt werden
Der Editor unterscheidet sich stark vom alten „Classic Editor“ – aber er bietet viel mehr Kontrolle über das Layout.
🔒 9. Sicherheit und Wartung
Bei der Verwendung von WordPress beachte besonders:
- Regelmäßige Updates: Theme, Plugins und WordPress selbst
- Sichere Passwörter: Verwende starke Passwörter für Admin-Zugänge
- Backups: Erstelle regelmäßig Sicherungen deiner Website
- Weniger ist mehr: Installiere nur notwendige Plugins