08 – Medien 🖼️
Bilder, Videos, GIFs, SVG – visuelle Inhalte richtig einbinden
👁️ 1. Warum Medien wichtig sind & warum sie oft scheitern
Bilder, Grafiken und Animationen machen Webseiten ansprechend, verständlich und emotional. Ohne sie wäre das Web ein reiner Text – trocken und schwer erfassbar.
Doch viele Anfänger machen denselben Fehler: Sie fügen ein Bild ein, und es wird nicht angezeigt. Warum? Meistens liegt es an einem der folgenden Gründe:
- Der Dateipfad ist falsch (z. B. Groß-/Kleinschreibung, falscher Ordner)
- Die Dateiendung fehlt oder ist falsch (z. B.
.jpgstatt.jpeg) - Das Bild wurde nicht in den Projektordner kopiert
- Der Browser-Cache zeigt eine alte Version (Lösung: Strg+F5)
📚 Vertiefung auf W3Schools – Bilder
W3Schools erklärt alle Attribute des <img>-Tags und zeigt praktische Beispiele.
🖼️ 2. Das <img>-Tag – korrekt und barrierefrei verwenden
Das <img>-Element ist leer – es hat keinen End-Tag.
Es benötigt zwei zwingende Attribute:
src– der Pfad zur Bilddateialt– eine alternativen Textbeschreibung
<img src="assets/images/logo.svg" alt="Logo der HTBLA Traun">
Der alt-Text ist keine Option – er ist Pflicht für:
- Blindenscreenreader – sie lesen den Text vor
- Langsame Internetverbindungen – das Bild lädt nicht, aber der Text erscheint
- Suchmaschinen – sie verstehen den Inhalt des Bildes
alt gehört:Eine kurze, präzise Beschreibung dessen, was das Bild zeigt – nicht „Bild von ...“.
Beispiel:
alt="Schulgebäude der HTBLA Traun" – nicht alt="Bild vom Schulgebäude".
📊 3. Bildformate – wann welches Format nutzen?
Nicht jedes Bildformat eignet sich für jeden Zweck. Die Wahl beeinflusst: - Die Dateigröße (Ladezeit!) - Die Bildqualität - Die Unterstützung durch Browser
| Format | Eigenschaften | Wann verwenden? |
|---|---|---|
| JPG / JPEG | Verlustbehaftet, kleine Datei, Millionen Farben | Fotos, komplexe Bilder mit vielen Farbverläufen |
| PNG | Verlustfrei, Transparenz möglich, größere Datei | Logos, Grafiken, Screenshots mit scharfen Kanten |
| GIF | Nur 256 Farben, Animation möglich | Einfache Animationen (z. B. aus GIMP erstellt) |
| SVG | Vektorgrafik, beliebig skalierbar, textbasiert | Icons, Logos, Illustrationen – perfekt für dein Tutorial-Logo! |
| WebP | Modern, klein, guter Support (aber nicht in allen alten Browsern) | Wenn du moderne Browser voraussetzen kannst |
- Fotos → JPG
- Grafiken mit Transparenz → PNG
- Logos/Icons → SVG
⚖️ 4. Bildoptimierung – warum sie entscheidend ist
Ein ungefiltertes Handybild kann bis zu 5 MB groß sein. Eine komplette Webseite sollte jedoch unter 1–2 MB laden – besonders auf mobilen Geräten mit begrenztem Datenvolumen.
Große Bilder führen zu:
- Langen Ladezeiten → Nutzer verlassen die Seite
- Höherem Datenverbrauch → teuer für Schüler mit Prepaid-Tarifen
- Schlechterem Ranking in Suchmaschinen (Google bevorzugt schnelle Seiten)
So optimierst du Bilder einfach und kostenlos:
- Größe anpassen: Nutze GIMP (kostenlos!) → „Bild → Bildgröße“
→ Für eine Webseite mit 900px Breite reichen Bilder mit max. 1000px Breite völlig aus. - Qualität reduzieren: Bei JPG: Qualität auf 70–80 % setzen.
→ Oft kaum sichtbarer Qualitätsverlust, aber bis zu 70 % kleinere Datei. - Online-Tools: Squoosh.app (von Google)
→ Einfach, webbasiert, keine Installation nötig, unterstützt WebP, AVIF, etc.
🎨 5. SVG – skalierbare Vektorgrafiken
SVG (Scalable Vector Graphics) ist ein textbasiertes Format, das Grafiken durch mathematische Anweisungen beschreibt – nicht durch Pixel. Das hat riesige Vorteile:
- 🔍 Beliebig skalierbar – ohne Qualitätsverlust (perfekt für Retina-Displays!)
- 📦 Sehr kleine Dateien – oft nur wenige Kilobyte
- 🎨 Per CSS anpassbar – Farbe, Größe, Animation
- ♿ Barrierearm – kann Text enthalten, der von Screenreadern gelesen wird
Dein Tutorial-Logo ist ein SVG – und deshalb sieht es auf jedem Gerät gestochen scharf aus!
<!-- SVG direkt im HTML einbetten (empfohlen für Icons) -->
<svg width="50" height="50" viewBox="0 0 50 50">
<rect width="50" height="50" fill="#E67E22"/>
<text x="25" y="35" text-anchor="middle" fill="white" font-size="24"></text>
</svg>
🎥 6. Videos – zwei Wege, sie einzubinden
Videos machen Webseiten lebendig – aber sie sind groß und komplex. Du hast zwei Möglichkeiten:
🔗 6.1 Eingebettete Videos (z. B. YouTube)
Du nutzt die Einbettungsfunktion einer Video-Plattform:
<iframe
width="560"
height="315"
src="https://www.youtube.com/embed/VIDEO_ID"
title="YouTube video player"
frameborder="0"
allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture"
allowfullscreen>
</iframe>
- Keine Bandbreite deines Servers verbraucht
- Automatische Anpassung an Gerät (responsive)
- Keine Kompatibilitätsprobleme (läuft überall)
- Datenschutz: YouTube setzt Cookies – muss im Impressum erwähnt werden
- Video kann gelöscht werden → Link ist tot
- Keine Offline-Nutzung möglich
📂 6.2 Lokale Videos (direkt in deinem Projekt)
Du speicherst das Video in deinem Projektordner und nutzt das <video>-Element:
<video controls width="600">
<source src="assets/videos/demo.mp4" type="video/mp4">
<source src="assets/videos/demo.webm" type="video/webm">
Ihr Browser unterstützt das Video-Tag nicht.
</video>
- Vollständige Kontrolle über Inhalt
- Keine externen Abhängigkeiten
- Offline-Nutzung möglich
- Sehr große Dateien → lange Ladezeiten
- Muss für mehrere Formate angeboten werden (MP4, WebM)
- Verbraucht Bandbreite deines Webspace
📌 Empfehlung: Für Schulprojekte ist YouTube-Einbettung meist die bessere Wahl – solange du die Datenschutz-Hinweise beachtest.
📚 Vertiefung auf W3Schools – Videos
W3Schools zeigt, wie du das <video>-Element nutzt und mehrere Formate anbietest.
🧠 7. KI als Lernpartner – guter Prompt
❌ Schlecht: „Gib mir ein Bild für meine Website.“
✅ Gut: „Kannst du mir helfen, ein passendes Bildformat für ein Schul-Logo auszuwählen –
und zeig mir, wie ich es barrierefrei mit alt-Text in HTML einbinde?
Außerdem: Wie optimiere ich die Dateigröße ohne Qualitätsverlust?
Und: Soll ich ein Video lokal hosten oder lieber von YouTube einbetten – mit Begründung?“